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Wärmepumpen sind in den letzten Jahren eine sehr beliebte Heizungsart geworden, die bei fast jedem zehnten Neubau in der Tschechischen Republik eingesetzt wird. Die Gründe sind klar: Es handelt sich um eine umweltfreundliche und langfristig auch kostensparende Lösung. Wärmepumpen haben nämlich einen minimalen Stromverbrauch und niedrige Betriebskosten. Welche Arten von Wärmepumpen gibt es und nach welchen Kriterien sollte man sie auswählen?
Wärmepumpen funktionieren nach einem ganz einfachen Prinzip – sie entziehen dem umgebenden Umfeld Wärmeenergie, meist aus der Luft, aber auch aus dem Boden oder Wasser. Dabei ist in der Umgebung genügend Wärmeenergie vorhanden, selbst wenn die Außentemperaturen weit unter den Gefrierpunkt sinken.
Bei der Wärmeerzeugung mittels Wärmepumpe erfolgt kein Eingriff in die Natur und es kommt auch nicht zu einer Verbrennung. Es handelt sich daher zweifellos um die umweltfreundlichste Heizlösung, die nur mit einem Minimum an elektrischer Energie für den Betrieb der Pumpe auskommt. Die eigentliche Wärme ist dabei völlig kostenlos.
Der Heizfaktor ist die wichtigste Kennzahl einer Wärmepumpe, die im Wesentlichen angibt, wie effizient die Pumpe ist. Er wird als Verhältnis zwischen der erzeugten Wärme und der verbrauchten elektrischen Energie berechnet. Je höher der Heizfaktor ist, desto sparsamer ist der Betrieb der Wärmepumpe.
Der Heizfaktor variiert insbesondere je nach Quelle der Wärmeenergie. Am höchsten und stabilsten ist er bei einer Wärmepumpe vom Typ Erde/Wasser, die auch bei Frost einen Heizfaktor von etwa 5 hat. Der Heizfaktor einer Luft/Wasser-Wärmepumpe schwankt im Laufe des Jahres, wobei der Unterschied bei Frost im Vergleich zu Erde/Wasser-Pumpen bereits erheblich ist (bei -15 °C liegt der Heizfaktor bei etwa 2).
Wärmepumpen werden zur besseren Übersicht durch die Kombination zweier Wörter bezeichnet, wobei das erste immer die Quelle der entnommenen Energie und das zweite (nach dem Schrägstrich) das Wärmetauschmedium angibt. Zu den Haupttypen gehören:
Luft/Wasser-Wärmepumpen sind in der Tschechischen Republik die häufigsten und eignen sich sowohl für Neubauten als auch für qualitativ renovierte Objekte, für Fußbodenheizungen und Heizkörper. Diese Pumpen gewinnen Wärmeenergie aus der Außenluft und erhitzen das Wasser im Heizungssystem.
Die Wärme wird über den Verdampfer der Wärmepumpe entzogen, durch den die Außenluft strömt. Um auch bei relativ niedrigen Außentemperaturen eine hohe Heizleistung zu erreichen, hilft das schrittweise Einspritzen von Dampf erheblich. Selbst bei Außentemperaturen um -20 °C erreicht dieses System Eintrittstemperaturen von etwa 60 °C, was den erforderlichen Eingangswert für eine effiziente Heizung sicherstellt. Je niedriger die erforderliche Eintrittstemperatur der Heizung ist, desto höher ist natürlich die Effizienz der Wärmepumpe.
Zu den Hauptvorteilen der Luft/Wasser-Wärmepumpe gehören im Vergleich zu anderen Pumpenarten die relativ niedrigen Anschaffungskosten und die einfache Installation. Der Nachteil ist der Heizfaktor, der bei sehr niedrigen Temperaturen geringer ist.
Bei Pumpen vom Typ Erde/Wasser wird die Wärme aus dem Boden durch eine zirkulierende Frostschutzflüssigkeit übertragen. Diese nimmt in gasförmigem Zustand Wärme in den Rohren auf, die in Bohrlöchern verlegt sind. Zur Erreichung hoher Temperaturen dient ein Kompressor, der in den Kreislauf integriert ist. Bei Bedarf an höherer Leistung werden auch mehrere Bohrlöcher verwendet. Dank moderner Ausführung und Technologie wird bei diesem System eine hohe Effizienz erreicht, der Heizfaktor erreicht Werte bis zu 5.
Zum System gehören in der Regel auch Expansionsdruckbehälter für die Frostschutzmischung und für die Heizung, gleichzeitig auch Umwälzpumpen mit hoher Leistung, die für den Betrieb des Heizkreislaufs und des Frostschutzmittelkreislaufs dienen.
Der Hauptvorteil dieser Art von Wärmepumpen ist der hohe und stabile Heizfaktor auch bei Frost, und damit niedrigere Betriebskosten. Der Nachteil ist die aufwendigere und teurere Installation mit der Notwendigkeit, Kollektoren in Bohrlöchern oder unter der Erdoberfläche zu platzieren.
Der Vollständigkeit halber erwähnen wir auch Wasser/Wasser-Pumpen. Ihre Nutzungsmöglichkeiten in der Tschechischen Republik sind jedoch begrenzt. Wasser/Wasser-Wärmepumpen entziehen Wärmeenergie aus großen Mengen von Grundwasser, das in der Tschechischen Republik jedoch knapp ist. Eine weitere Möglichkeit ist die Entnahme von Wärmeenergie aus Wasserflächen, was jedoch nur möglich ist, wenn sich eine geeignete Wasserfläche in unmittelbarer Nähe der Immobilie befindet. Außerdem bräuchten Sie für diese Lösung die Zustimmung des Verwalters der Wasserfläche. Bei Wasser/Wasser-Wärmepumpen ist zudem eine regelmäßige und relativ aufwendige Wartung erforderlich.
Wärmeenergie kann auch aus der Oberflächenerde im Garten entnommen werden. Diese Erde/Wasser-Wärmepumpen benötigen jedoch eine große Fläche, auf der die Kollektoren platziert sind. Ein so genutztes Grundstück hat jedoch begrenzte Möglichkeiten für eine weitere Nutzung – d.h. diese Fläche kann nicht bebaut oder landwirtschaftlich genutzt werden.
Luft/Luft-Wärmepumpen können nicht an das Heizungssystem oder das TWW-Erwärmungssystem angeschlossen werden, da sie ähnlich wie Direktheizungen funktionieren – sie wandeln die Wärmeenergie aus der Außenluft in warme Luft im Innenraum um. Auf diese Weise können nicht mehrere Räume beheizt werden, aber diese Pumpen können beispielsweise in kleineren Ferienhäusern Verwendung finden.
Eine Wärmepumpe kann nicht nur zum Heizen genutzt werden, sondern Sie können sie auch in das System zur Bereitung von Warmwasser (TWW) und zur Kühlung des Gebäudes integrieren. Die Nutzung der Wärmepumpe kann also wirklich vielseitig sein und hilft, die Betriebskosten des Haushalts zu senken.
Zur TWW-Bereitung dienen Wärmepumpen mit erweiterter Heizfunktion, wobei ein Teil der Wärmeenergie genau zu diesem Zweck genutzt wird. Bestandteil des Kreislaufs ist dann auch ein Warmwasserspeicher, der leicht angeschlossen werden kann und dank gründlicher Wärmedämmung eine hervorragende Effizienz erreicht. Dadurch können die Energiekosten um bis zu 50 % gesenkt werden.
Die Wärmepumpe kann auch zur Kühlung des Gebäudes genutzt werden. Mit dieser Funktion erhalten Sie eine energieeffiziente Klimaanlage, die zudem völlig umweltfreundlich ist. Die Betriebskosten sind dabei im Vergleich zu einer herkömmlichen Klimaanlage nur ein Bruchteil.
Um alle Funktionen der Wärmepumpe voll nutzen zu können, sollten Sie sich zusätzliches Zubehör zur Pumpe anschaffen, das die Effizienz des gesamten Heizsystems beeinflusst. Ein guter Planer sollte Ihnen ein umfassendes System für Heizung, Klimatisierung und TWW-Erwärmung unter Berücksichtigung Ihrer Anforderungen vorschlagen.
Ein wesentlicher Bestandteil der Heizung ist dabei die Umwälzpumpe, die das Wärmetauschmedium in das Heizsystem, also in die Heizkörper oder die Fußbodenheizung, verteilt. Die Umwälzpumpe erhöht somit erheblich die Effizienz des Heizsystems und den thermischen Komfort und senkt zudem die Heizkosten.
Für die richtige Regulierung und Optimierung des Heizsystems empfehlen wir, hochwertige Steuergeräte, Regler und intelligente Anwendungen auszuwählen. Die Wärmepumpe kann dann auch von Ihrem Telefon aus gesteuert werden, sodass Sie die Heizung beispielsweise eine Stunde vor Ihrer Ankunft zu Hause einschalten können.
Bei der Nutzung der Wärmepumpe zur TWW-Erwärmung sollten Sie auf einen ausreichend großen Speicher achten. Mit einem Kühlmodul erhält Ihre Wärmepumpe die Fähigkeit, das Gebäude an heißen Tagen zu kühlen. Eine sinnvolle Ergänzung ist auch eine Notstromversorgung, die den ununterbrochenen Betrieb der Pumpe auch bei Stromausfällen sicherstellt.