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Hybrides Heizen – wie man verschiedene Wärmequellen intelligent kombiniert, um maximale Einsparungen zu erzielen

Hybrides Heizen ist ein System, das mehrere Wärmequellen kombiniert, sodass Sie je nach Bedarf zwischen ihnen wechseln können, um Kosten und Emissionen zu senken und gleichzeitig die gewünschten Temperaturen beizubehalten. So nutzen Sie einfach die Vorteile jeder Quelle unter verschiedenen Bedingungen.

Vorteile und Nutzung des hybriden Heizens in der Heizsaison

Heutzutage modernisieren viele Menschen ihre Heizsysteme, nicht nur wegen der Energiepreise und der Unsicherheit auf dem Energiemarkt. Auch die Anforderungen an die ökologische Nachhaltigkeit des Wohnens und den thermischen Komfort spielen eine große Rolle. All diese Herausforderungen löst das hybride Heizen, das Ihnen nicht nur Einsparungen, sondern auch Flexibilität und Unabhängigkeit bringt. Zudem können Sie die Treibhausgasemissionen effektiv reduzieren.

Hybrides Heizen kann zwei Quellen (sogenannte bivalente Heizung) oder drei Quellen (sogenannte trivalente Heizung) kombinieren. Welche am häufigsten genutzten Kombinationen gibt es und warum?


Hybrides Heizen senkt Ihre Kosten und erhöht den Komfort

Gaskessel kombiniert mit Wärmepumpe

Überlegen Sie, ob Sie mit Gas oder einer Wärmepumpe heizen sollen? Ideal ist deren Kombination. Wärmepumpen haben einen niedrigen Energieverbrauch, sodass sich diese Investition trotz höherer Anschaffungskosten schnell amortisiert. Sie sind besonders geeignet für Niedertemperatursysteme, also Fußbodenheizungen, da sie das Wasser nicht auf hohe Temperaturen erhitzen und ihre Effizienz bei Frost abnimmt.

Als unterstützende Quelle in der Heizsaison ist es daher sinnvoll, die Wärmepumpe mit einem Gaskessel zu kombinieren. Dieser kann effizient und schnell Wasser auch auf hohe Temperaturen erhitzen, unabhängig von den Außentemperaturen, und ist somit geeignet für Heizkörper, strenge Winter oder zur Abdeckung von Betriebsspitzen. Moderne Brennwertkessel haben ebenfalls einen niedrigen Gasverbrauch und geringe Emissionen. Diese Kombination ist sehr vielseitig, wird jedoch für gut isolierte Häuser empfohlen. Ähnlich kann die Wärmepumpe mit einem Festbrennstoffkessel kombiniert werden.

Vorteile:

  • Ideale Wassertemperatur für Fußboden- und Heizkörperheizung,
  • effiziente Nutzung der Quellen während der Heizsaison (Wärmepumpe bei mildem Winter, kombinierter Gaskessel bei extremem Frost),
  • gesicherte Heizung auch bei Ausfall einer der Energiequellen (Gas oder Strom).

Kamin mit Wärmetauscher und Elektrokessel

Der Elektrokessel sorgt für die Erwärmung von Heiz- und Brauchwasser ohne Bedienungsaufwand. In den Kamin muss Holz nachgelegt werden, jedoch heizt er den Raum sehr schnell und effizient auf und erwärmt dank des Wärmetauschers auch das Wasser. Im Vergleich zu einem Kamin ohne Wärmetauscher heizt er also mehrere Räume gleichzeitig und die Energie aus der Verbrennung wird effizienter genutzt.

Diese Kombination ist ideal für ältere Häuser ohne Gasanschluss. Sie können den bequemen, wenn auch im Betrieb teureren Elektrokessel mit einem günstigen Kamin kombinieren. Der Vorteil sind insbesondere niedrige Anschaffungs- und Betriebskosten, der Nachteil sind höhere Emissionen und begrenzte Regelungsmöglichkeiten.

Vorteile:

  • Niedrige Anschaffungs- und Betriebskosten,
  • hoher thermischer Komfort und angenehme Strahlungswärme vom Kamin,
  • sofortige Erwärmung des Hauptraums auch bei extremem Frost.

Solarmodule und Elektrokessel

Eine beliebte Wahl für Niedrigenergie- und Passivneubauten und für Nutzer mit hohen Anforderungen an Nachhaltigkeit. Auch wenn der Elektrokessel einen höheren Energieverbrauch hat, können Sie dank der Solarmodule selbst und kostenlos völlig ökologischen Strom erzeugen. Damit sparen Sie Geld und schonen die Umwelt.

Eine alternative Lösung ist die solare Wassererwärmung – also ein System, das keinen Strom erzeugt, sondern die Solarenergie direkt zur Wassererwärmung nutzt. In unseren klimatischen Bedingungen ist es jedoch notwendig, das so erzeugte Heizwasser noch weiter zu erwärmen, beispielsweise mit einem Elektrokessel.

Vorteile:

  • Minimale Treibhausgasemissionen,
  • minimale Betriebskosten,
  • geringe Abhängigkeit von Energieversorgern nicht nur in der Heizsaison.


Solarmodule sind ein integraler Bestandteil von Niedrigenergie-Neubauten

Intelligente Heizungsregelung – das Gehirn des Hybridsystems

Um das Maximum aus dem hybriden Heizen herauszuholen, müssen Sie zwischen den einzelnen Quellen richtig und effizient umschalten. Dies können Sie manuell oder automatisch mit Hilfe einer intelligenten Regelung tun, die eine vollständige Integration der Quellen zu einem effizienten Ganzen gewährleistet.

Ein intelligentes Steuerungssystem kümmert sich um die intelligente Heizungsregelung und das Umschalten zwischen den Quellen, sodass Sie zu Hause immer optimale Temperaturen bei minimalen Kosten und mit Fokus auf die ökologische Betriebsweise haben. Sie stellen einfach die gewünschten Temperaturen im Laufe des Tages ein, geben die Gas- und Stromtarife ein und alles andere übernimmt Ihr intelligentes System. Temperaturen und Verbrauch können Sie zudem in einer mobilen App überwachen und anpassen, also jederzeit und von überall aus.

Wie kann energiesparendes Heizen in der Praxis aussehen?

Wenn Sie beispielsweise eine Kombination aus Wärmepumpe und Gaskessel haben, wird die intelligente Heizungsregelung die günstigere und umweltfreundlichere Wärmepumpe als primäre Quelle betrachten. Sobald jedoch die Außentemperaturen sinken und die Pumpe den Verbrauch nicht mehr decken kann, schaltet das System den kombinierten Gaskessel als unterstützende Quelle ein.

Intelligentes Heizen hilft auch, den Betrieb der solaren Wassererwärmung in Kombination mit einem Elektrokessel zu optimieren. Die solare Wassererwärmung wird ebenfalls die primäre Quelle sein, da sie umweltfreundlicher und kostenlos ist. Wenn sie jedoch den Verbrauch nicht mehr decken kann, wird der Elektrokessel eingeschaltet. Das System stellt den Wassererwärmung in Zeiten günstigerer Tarife ein und das Wasser wird in einem Pufferspeicher für den späteren Verbrauch gespeichert.


Dank intelligenter Regelung schöpfen Sie die maximalen Vorteile aus dem hybriden Heizen

Planung des hybriden Heizens Schritt für Schritt

Bei der Planung eines energiesparenden Heizsystems mit mehreren Wärmequellen müssen die Eigenschaften des beheizten Gebäudes (z. B. Isolierung, Bodenfläche), das bestehende Heizsystem (Fußboden-/Heizkörperheizung, Wärmequellen), die Verfügbarkeit von Energiequellen (Gasanschluss) und Ihre individuellen Anforderungen berücksichtigt werden. Das Steuerungssystem muss mit allen Komponenten kompatibel sein.

Der Umstieg auf hybrides Heizen muss keine umfangreichen Renovierungen erfordern, oft reicht eine Erweiterung oder Modernisierung – z. B. die Anschaffung einer Wärmepumpe für den Gaskessel oder der Austausch eines einfachen Kamins gegen einen Kamin mit Wärmetauscher. Die bestehenden Wärmeverteilungen können meist ohne Eingriff beibehalten werden. Eigentümer von Einfamilienhäusern können für diese Zwecke das Förderprogramm Neue grüne Einsparungen nutzen.

Möchten auch Sie sparen, den Komfort erhöhen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren? Hybrides Heizen bietet viele Vorteile, erfordert jedoch sorgfältige Vorbereitung und ein maßgeschneidertes Qualitätsprojekt. Wenn Sie Fragen haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir beraten Sie gerne fachkundig bei der Planung einer energiesparenden Heizung.