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In Haushalten kann Wasser aus mehreren Quellen genutzt werden – aus dem Wasserleitungsnetz, aus einem eigenen Wasserbrunnen und aus einem Brunnen. Wasser aus einem flachen, gegrabenen Brunnen hat im Allgemeinen die niedrigste Qualität. Das bedeutet jedoch nicht, dass es nicht trinkbar ist. Wie finden Sie heraus, ob Ihr Brunnenwasser zum Verzehr geeignet ist und wie Sie dieses Wasser richtig aufbereiten?
Zunächst einmal ist zu sagen, dass Sie im Gegensatz zu Wasser aus dem öffentlichen Wassernetz bei Wasser aus eigenen Quellen selbst für dessen Qualität verantwortlich sind.
Mit anderen Worten, Sie müssen selbst herausfinden, ob es trinkbar ist. Wie? Durch eine professionelle Wasseranalyse aus einem akkreditierten Labor. Ein bloßer Blick oder der Geschmack des Wassers verrät Ihnen nicht viel über seine Zusammensetzung.
Ebenso wenig kann man sich auf die Wasseranalyse bei Nachbarn verlassen – jeder Brunnen hat nämlich Wasser mit einer einzigartigen Zusammensetzung. Heimtests von Brunnenwasser sind wiederum unzuverlässig und die Ergebnisse sind nur orientierend. Eine Analyse des Brunnenwassers sollten Sie mindestens einmal im Jahr durchführen lassen, aber auch nach Starkregen, Überschwemmungen, in Trockenperioden oder nach dem Bau einer neuen Klärgrube oder Kanalisation in der Nähe des Brunnens usw.
Durch die Analyse erfahren Sie also, welche genaue Zusammensetzung Ihr Wasser hat und in welchem Maße es verschiedene Beimischungen enthält. Vergleichen Sie dann die Analyseergebnisse mit den zulässigen Werten der einzelnen Stoffe. Hygienische Anforderungen an Trinkwasser werden durch die Verordnung Nr. 83/2014 Sb festgelegt. Die richtige Interpretation der Analyseergebnisse ist äußerst wichtig und sollte fachgerecht durchgeführt werden.
Laut verfügbaren Daten nutzen in der Tschechischen Republik etwa 10 % der Haushalte Wasser aus eigenen Quellen. Davon weisen bis zu 90 % eine Art gefährliche Verschmutzung auf. Seien Sie daher beim Konsum von Brunnenwasser wirklich vorsichtig.

Die Analyse kann das Vorhandensein mehrerer Schadstoffarten nachweisen. Es handelt sich insbesondere um:
Wenn sich im Brunnenwasser gefährliche Stoffe in überhöhten Mengen befinden, haben Sie im Grunde zwei Möglichkeiten – es nur als Nutzwasser zu verwenden (zum Gießen, Toilettenspülen usw.) oder es geeignet zu filtern und aufzubereiten. Da sich Brunnenwasser im Allgemeinen durch niedrige Qualität auszeichnet, ist eine Form der Aufbereitung praktisch immer notwendig.

Die genaue Zusammensetzung des Brunnenwassers wird nur durch eine professionelle Analyse aus einem akkreditierten Labor aufgedeckt
Die Wasseranalyse hat eine gefährliche Verschmutzung nachgewiesen, aber Sie haben keine andere Quelle für Trinkwasser? In diesem Fall setzen Sie auf eine geeignete Filtration und Aufbereitung des Brunnenwassers. Das spezifische System zur Aufbereitung von Brunnenwasser zu Trinkwasser sollte Ihnen immer ein Fachmann unter Berücksichtigung der Analyseergebnisse vorschlagen.
Welche Filter für Brunnenwasser können verwendet werden?
Filter für mechanische Verunreinigungen reinigen Ihr Wasser von festen Partikeln, also beispielsweise von Sand, Erde und anderen. Diese Filter enthalten ein feines Sieb, das regelmäßig durchgespült werden muss, oder der Filter sollte mit einem automatischen Rückspülsystem ausgestattet werden.
In Brunnen findet sich üblicherweise eine erhöhte Menge an Nitraten aus der Landwirtschaft. Nitrate und Nitrite im Wasser sind für die menschliche Gesundheit sehr gefährlich, da sie krebserregend sind und auch die Fähigkeit des Blutes, Sauerstoff zu transportieren, verringern. Besonders großes Risiko stellen diese Stoffe für kleine Kinder und schwangere Frauen dar. Nitrate und Nitrite werden aus dem Wasser durch einen Filter mit Anionenaustauscher entfernt. Mit der überwiegenden Mehrheit der anderen chemischen Verunreinigungen kommt ein Kohlefilter zurecht.
Wenn Sie einen Brunnen beispielsweise im Garten oder in einem Ferienhaus haben, wo Sie nicht viel Zeit verbringen, können Sie das Wasser auch durch Abkochen desinfizieren. Nach etwa 5 Minuten Kochen ist das Wasser sicher von allen Mikroorganismen befreit. Diese Lösung ist jedoch nicht für größere Wassermengen in Einfamilienhäusern geeignet. In diesem Fall können Sie das Wasser mit chemischen Desinfektionsmitteln (z. B. Chlor) oder umweltfreundlicheren UV-Lampen desinfizieren.
Ein weiteres häufiges Problem von Brunnenwasser ist der hohe Gehalt an Eisen, Mangan und Kalzium. Diese Stoffe stellen zwar kein Risiko für die menschliche Gesundheit dar, verkürzen jedoch die Lebensdauer von Haushaltsgeräten und -einrichtungen. Kalzium bildet Kalk, Eisen und Mangan verursachen Trübungen im Wasser und unschöne Flecken. Diese Probleme lösen Sie durch die Installation einer häuslichen Anlage zur Wasserenthärtung (Wasserenthärter) und eines Filters für eisenhaltiges Brunnenwasser.
Neben der Filtration und Aufbereitung des Wassers ist auch die Wartung des Brunnens selbst sehr wichtig. Reinigen Sie den Brunnen alle 2-3 Jahre, aber auch wenn er beispielsweise nach Starkregen verschmutzt ist. Sie können Fachleute hinzuziehen oder die Reinigung selbst durchführen. Wie geht man vor?
Neben dem Brunnen vergessen Sie nicht die regelmäßige Reinigung und Wartung der Tauchpumpe, der Filter und der Wasserleitungen aus dem Brunnen. Achtung - eine Brunnenpumpe und eine Bohrlochpumpe sind nicht dasselbe. Tauchpumpen für Bohrlöcher haben eine spezifische längliche Form, Tauchpumpen für Brunnen sind hingegen so konstruiert, dass sie auch Wasser mit kleinen mechanischen Verunreinigungen pumpen können.
Eine eigene Wasserquelle bringt viele Vorteile mit sich – finanzielle Einsparungen, Unabhängigkeit vom öffentlichen Wassernetz und einen höheren ökologischen Wohnstandard. Mit den Vorteilen kommt jedoch auch Verantwortung. Achten Sie auf die Qualität des Brunnenwassers und sorgen Sie für gesundes Wasser für sich und Ihre Familie.