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Sensoren und CO2-Detektoren: wann und warum sie eingesetzt werden sollten 

Kohlenstoffdioxid, obwohl es ein natürlicher Bestandteil der Erdatmosphäre ist, zählt zu den sogenannten toxischen Gasen. Seine erhöhte Konzentration kann die Gesundheit und das Leben von Menschen gefährden. Das größte Risiko besteht in bestimmten Industriezweigen, aber auch Haushalte und öffentliche Gebäude sind nicht völlig sicher.

Ist Kohlenstoffdioxid überhaupt gefährlich?

Ja, obwohl schwere CO2-Vergiftungen äußerst selten sind, handelt es sich um ein toxisches Gas, das eine Bedrohung für die Gesundheit von Menschen und Tieren darstellt.

Kohlenstoffdioxid entsteht bei verschiedenen biochemischen Prozessen, insbesondere bei Atmung, Verbrennung, Photosynthese, Kompostierung oder Gärung. Es ist also ein ganz normaler Bestandteil der Luft – es macht etwa 0,04 % der Luft aus, die wir atmen. Der Grenzwert in Gebäuden ist in Deutschland auf 0,15 % festgelegt, was eine Konzentration ist, die dem Menschen keine Probleme bereitet. 

Wo besteht ein erhöhtes Risiko für CO2-Vergiftungen

Die CO2-Konzentration kann in jedem Innenraum erhöht sein, das Risiko ist jedoch erheblich unterschiedlich:

  1. In normalen Haushalten kann es nur zu einer leicht erhöhten CO2-Konzentration kommen, und zwar bei unzureichender Belüftung. Es ist daher wichtig, für eine ausreichende Sauerstoffzufuhr zu sorgen oder einen CO2-Detektor zu installieren, der Sie zuverlässig und genau über den Zustand der Luft in Ihrem Zuhause informiert.  

  2. In geschlossenen Innenräumen mit einer größeren Anzahl von Personen, wie Schulen, Büros oder Geschäftsräumen, ist das Risiko etwas höher. Die CO2-Konzentration steigt hier nämlich viel schneller an und wenn beispielsweise die Lüftungstechnik ausfällt, kann es zu einer mittelschweren CO2-Vergiftung kommen. Die Detektion mittels CO2-Sensoren wird hier daher dringend empfohlen.

  3. Darüber hinaus gibt es spezifische Orte und Situationen, in denen die CO2-Konzentration die lebensgefährliche Grenze überschreiten kann. Dazu gehören insbesondere Brauereien, Weinkeller, Verbrennungsanlagen, Heizräume, Garagen, Höhlen, Schächte oder Gewächshäuser. Hier entsteht nämlich ein Vielfaches an CO2 im Vergleich zu normalen Bedingungen. In einigen dieser Fälle schreibt das Gesetz sogar die CO2-Detektion vor, wobei die zulässigen Grenzwerte höher sind als in öffentlichen Gebäuden – beispielsweise ist in Brauereien und Weingütern gemäß der aktuellen Norm eine Konzentration von 5 % CO2 für maximal 8 Stunden erlaubt.  

In geschlossenen Büros, Schulen oder Geschäftsgebäuden besteht das Risiko einer erhöhten CO2-Konzentration. 

Symptome einer Kohlenstoffdioxidvergiftung  

Die Symptome einer leichten Kohlenstoffdioxidvergiftung hat wahrscheinlich jeder schon einmal erlebt – es handelt sich um das übliche Unbehagen, das wir in stickigen Räumen erleben, also Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Übelkeit, Benommenheit usw. Diese Zustände treten bei einer CO2-Konzentration von etwa 0,2 % auf.

Bei extrem hohen Konzentrationen von etwa 5-10 % verursacht Kohlenstoffdioxid Bewusstlosigkeit, Konzentrationen über 20 % können zum Tod führen. CO2 bindet sich nämlich an das Hämoglobin im Blut, wodurch der Sauerstofftransport im menschlichen Körper eingeschränkt wird. Der Mensch kann also normal atmen, es kommt jedoch zu sogenanntem inneren Ersticken.

Detektion und Messung von CO2

Neben den ersten Symptomen einer Vergiftung, die jedoch sehr unspezifisch sind, hilft Ihnen nur ein qualitativ hochwertiger Gasdetektor bei der Erkennung gefährlicher CO2-Konzentrationen. Kohlenstoffdioxid kann nämlich sensorisch nicht wahrgenommen werden – dieses Gas ist farb-, geschmack- und geruchlos. Die Symptome einer Vergiftung können Sie auch leicht mit anderen gesundheitlichen Problemen verwechseln, was die Erkennung des Risikos zusätzlich erschwert.

Kohlenstoffdioxid-Detektoren für den Haushalt

Die Installation eines CO2-Melders im Haushalt bietet Ihnen perfekte Kontrolle über die Luftqualität. Einige Modelle messen auch andere Werte wie Feuchtigkeit und Temperatur, die ebenfalls Einfluss auf das Maß der „Stickigkeit“ der Luft haben.

Haushaltsdetektoren verfügen in der Regel über ein übersichtliches Display, auf dem Sie die CO2-Konzentration in Echtzeit sehen können. Wenn die Konzentration steigt, warnt Sie der Detektor mit einem akustischen oder visuellen Signal. In einem solchen Fall sollten Sie gründlich lüften und bei Vergiftungssymptomen Erste Hilfe leisten.

Kohlenstoffdioxid ist schwerer als Luft, daher werden CO2-Sensoren etwa 10-20 cm über dem Boden installiert. Das Display des Detektors mit der Steuereinheit kann natürlich in Augenhöhe angebracht werden.  

Kohlenstoffdioxid-Detektor EVIKON für die Industrie. 

Kohlenstoffdioxid-Detektoren in der Industrie

Wie bereits erwähnt, ist die CO2-Detektion in einigen Branchen gesetzlich vorgeschrieben, in anderen wird sie mindestens empfohlen. Die Detektion gefährlicher Gase, zu denen auch Kohlenstoffdioxid gehört, ist Teil des Arbeitsschutzes. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, nicht nur das Risiko erhöhter Konzentrationen gefährlicher Gase zu verhindern, sondern auch die Mitarbeiter regelmäßig über Notfallverfahren zu schulen.

Industrielle CO2-Detektoren können auf mehrere CO2-Konzentrationen kalibriert und mit verschiedenen Sicherheits- und Alarmsystemen verbunden werden. Zweistufige Signalisierung kann wie folgt funktionieren: Bei leicht erhöhter Konzentration (erste Warnschwelle) wird automatisch die Belüftung eingeschaltet und ein optisches Warnschild leuchtet auf, bei hoher Konzentration (zweite Warnschwelle) wird ein akustischer und optischer Alarm hinzugefügt.

Gasdetektoren für die Industrie müssen ordnungsgemäß gewartet und regelmäßig kalibriert werden, gemäß den Anweisungen des Herstellers oder Lieferanten. Modelle von führenden Herstellern weltweit zeichnen sich durch robuste Konstruktion und sehr präzise und zuverlässige Sensoren aus, sodass sie auch für anspruchsvolle Bedingungen geeignet sind. Neben CO2-Sensoren werden in der Industrie am häufigsten kombinierte Gas- und CO-Detektoren eingesetzt.

Auch wenn Fälle schwerer Kohlenstoffdioxidvergiftungen äußerst selten sind, sollte die Qualität der Luft, die wir atmen, nicht unterschätzt werden – sei es zu Hause oder am Arbeitsplatz. In bestimmten Umgebungen, in denen das Risiko gefährlicher CO2-Konzentrationen höher ist, können CO2-Melder unangenehme Vergiftungssymptome und Übelkeit verhindern.