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Unlautere Praktiken von Verkäufern von Wasserfiltern

Nur wenige Laien kennen sich mit der Problematik von Wasserfiltern aus, die viel komplizierter ist, als es auf den ersten Blick scheint. Leider wird dies oft von unehrlichen Verkäufern oder sogar Betrügern ausgenutzt. Diese versuchen den Kunden überteuerte Produkte aufzudrängen, die nicht nur die Wasserqualität nicht verbessern, sondern sogar aus ansonsten hochwertigem Wasser ungenießbares Wasser machen können. Wie kann man sich also nicht täuschen lassen und einen wirklich qualifizierten Verkäufer von Trinkwasserfiltern erkennen?

Ohne Wasseranalyse geht es einfach nicht

Jedes System zur Wasseraufbereitung und -filtration muss auf einer Laboranalyse basieren und individuell für jeden Kunden zusammengestellt werden. Wenn Ihnen ein Verkäufer ein Wundermittel zur Wasseraufbereitung vorstellt, das alle Probleme löst, handelt es sich um einen Betrüger. Und das aus zwei Gründen:

  1. Kein Filter oder Gerät kann alle Wasserprobleme lösen. Sehr oft bieten Verkäufer Haushalten sogenannte Umkehrosmose- oder Membranfiltrationssysteme an, die alle Stoffe aus dem Wasser entfernen und reines H2O hinterlassen. Dies kann bei Laien den Eindruck erwecken, dass dieses Gerät wirklich universell und effektiv ist. Reines Wasser ist jedoch nicht trinkbar und nachweislich gesundheitsschädlich. Trinkwasser muss nämlich eine Reihe lebenswichtiger Mineralstoffe enthalten.
  2. Ohne professionelle Wasseranalyse wird Ihnen kein qualifizierter und ehrlicher Verkäufer Produkte anbieten. Jedes System zur Wasserfiltration und -aufbereitung muss maßgeschneidert sein. Das ist jedoch ohne Kenntnis der Werte Ihres Wassers einfach nicht möglich.

Bei unsachgemäßen Eingriffen können Sie Ihre Trinkwasserquelle unbrauchbar machen.  

Nicht jede Analyse ist gleich

Dass Ihnen ein Verkäufer eine Wasseranalyse anbietet, ist an sich noch keine Garantie dafür, dass es sich um eine wirklich professionelle Analyse handelt. Sehr häufig ist die Praxis, dass Ihnen ein „Experte“, genauer gesagt ein Haustürverkäufer, eine Wasseranalyse direkt bei Ihnen zu Hause und kostenlos anbietet. Das klingt verlockend, aber seien Sie vorsichtig. Analysen werden in der Regel in Laboren durchgeführt und sind nicht ganz billig.

Wenn also jemand eine Analyse direkt vor Ort durchführt, handelt es sich wahrscheinlich um einen Betrug – mit einfachen chemischen Reaktionen versuchen Verkäufer, das Wasser zu verfärben oder zu trüben und Ihnen zu zeigen, wie extrem verschmutzt es ist. Eine solche „Analyse“ ist natürlich nur ein Vorwand, um Wasserfilter zu verkaufen, die Daten sind manipuliert und entsprechen nicht der Realität.

Wie eine professionelle Wasseranalyse abläuft

Wenn Sie Wasser von einem Wasserwerk beziehen, können Sie direkt beim Trinkwasserlieferanten aktuelle Informationen über dessen Zusammensetzung erhalten, sodass Sie keine Analyse durchführen müssen. Bei einer eigenen Wasserquelle müssen Sie selbst eine professionelle Wasseranalyse in einem akkreditierten Labor in Auftrag geben. Der Preis für eine grundlegende Analyse liegt bei etwa 1000 CZK.

Es muss sich jedoch um ein unabhängiges Labor handeln, nicht um einen Test, den Ihnen ein Verkäufer von Wasserfiltern anbietet. Verlassen Sie sich auch nicht auf verschiedene Heimtests, die sehr ungenau sind und keine umfassenden Informationen liefern.

Eine professionelle Wasseranalyse wird grundsätzlich in einem akkreditierten Labor durchgeführt, niemals direkt in Haushalten. 

Wie man die Ergebnisse der Trinkwasseranalyse liest

Wenn Sie eine professionelle Wasseranalyse in einem akkreditierten Labor durchführen lassen, sollten Sie sich mit einem Fachunternehmen über das weitere Vorgehen beraten. Die Verordnung Nr. 252/2004 Sb. legt hygienische Anforderungen für die einzelnen Stoffe im Trinkwasser fest. Sie sollten nicht nur auf die maximalen Werte achten, sondern auch auf die minimalen, die beispielsweise bei einigen Mineralien festgelegt sind. Diese sind nämlich für den menschlichen Organismus lebenswichtig und ihre Unterschreitung kann ein Gesundheitsrisiko darstellen.

Die Ergebnisse der Trinkwasseranalyse liefern Ihnen Informationen über die Konzentrationen von etwa 100 verschiedenen Stoffen – sowohl nützlichen als auch schädlichen. Diese lassen sich allgemein in 3 Gruppen einteilen:

  • mechanische Verunreinigungen, feste Partikel und Trübung,
  • im Wasser gelöste Stoffe, insbesondere Desinfektionsmittel und andere Chemikalien, aber auch Mineralien usw.,
  • mikrobiologische Verunreinigungen, wie Bakterien und Viren.  

An wen man sich bei nachgewiesenem Schadstoffgehalt wenden sollte

Wenn die Wasseranalyse tatsächlich zeigt, dass Ihr Trinkwasser überhöhte Konzentrationen von Schadstoffen enthält, lassen Sie sich von mehreren Fachfirmen ein Angebot zur Lösung erstellen und vergleichen Sie die Angebote. Ein qualifizierter Verkäufer benötigt zur Erstellung eines Angebots:

  • die Ergebnisse der Wasseranalyse,
  • die Menge und den Verwendungszweck des gefilterten Wassers,
  • die Wasserquelle.

Wenn diese Unterlagen nicht angefordert werden, handelt es sich nicht um einen wirklich fachkundigen Verkäufer. Beim Vergleich der Angebote sollten Sie nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Betriebskosten, Wartung und Bedienungsaufwand berücksichtigen. Fordern Sie vom Verkäufer einen Nachweis darüber an, dass der angebotene Filter oder die Wasseraufbereitungsanlage die hygienischen Normen gemäß Verordnung 409/2005 Sb. erfüllt und dass das Produkt von einem akkreditierten Labor positiv bewertet wurde.

Wenn Sie keine Probleme mit der Wasserqualität haben, gibt es keinen Grund, es zu behandeln oder zu filtern. 

Wenn Sie mit der Wasserqualität zufrieden sind, lassen Sie sich nichts aufdrängen

Im Allgemeinen ist die Wasserqualität in Deutschland sehr hoch und die hygienischen Normen sind streng. Wasser aus Wasserwerken steht unter strenger Kontrolle und ein laienhafter Eingriff in seine Zusammensetzung könnte sich negativ auf die Qualität des Trinkwassers auswirken. Die Angst, dass Wasser aus Wasserwerken kontaminiert oder gesundheitsschädlich sein könnte, ist daher nicht ganz berechtigt.

Wasser aus eigenen Quellen muss hingegen immer aufbereitet werden, da der Besitzer des Brunnens oder der Bohrung für dessen Qualität verantwortlich ist. Dies muss jedoch durch eine Trinkwasseranalyse und einen professionellen Entwurf eines maßgeschneiderten Filtersystems erfolgen.

Wir empfehlen, eine Wasseranalyse durchzuführen:

  • vor der ersten Wasserentnahme aus einem neuen Brunnen oder Bohrloch,
  • vorsorglich einmal jährlich bei eigenen Wasserquellen, am besten im Frühjahr,
  • wenn das Wasser trüb ist, riecht oder einen unangenehmen Geschmack hat,
  • wenn Sie an atopischem Ekzem oder anderen Hautproblemen leiden,
  • wenn Sie sich über die geeignete Zusammensetzung des Wassers vergewissern möchten.

Leider gibt es auch heute noch viele Betrüger und unqualifizierte oder unehrliche Verkäufer, die nicht zögern, verschiedene unlautere Geschäftspraktiken anzuwenden, um ihre Produkte zu verkaufen. Lassen Sie sich daher nicht täuschen oder von Werbung verführen und lassen Sie sich bei der Auswahl eines Filters und einer Wasseraufbereitungsanlage von Experten beraten. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Sie im besten Fall horrende Summen für nicht funktionierende Geräte zahlen und im schlimmsten Fall Ihre Trinkwasserquelle unbrauchbar machen.