Fragen? +32 460 226 991 (Englisch). Lieferung in der gesamten EU!
Gasdetektoren sind ein wichtiges Sicherheitselement in Haushalten, der Industrie, aber auch an Arbeitsplätzen und in Garagen. An einigen Orten ist die Verwendung von Detektoren gesetzlich vorgeschrieben, anderswo ist es eine freiwillige Entscheidung des Eigentümers oder Betreibers der Immobilie, die hilft, Leben, Gesundheit und Eigentum zu schützen. Detektoren unterscheiden sich hauptsächlich danach, welches Gas sie detektieren und für welche Umgebung sie bestimmt sind. Für ihre ordnungsgemäße Funktion sind jedoch immer regelmäßige Wartung und Kalibrierung erforderlich.
Zu Beginn des Artikels stellen wir einige Schlüsselbegriffe vor, die Ihnen helfen, sich im Bereich der Kalibrierung von Gasdetektoren nicht nur für Haushalte zurechtzufinden.
Da Sensoren mit chemischen und physikalischen Veränderungen in Materialien arbeiten, ist es logisch, dass sie alterungsanfällig sind und ihre Fähigkeit verlieren, auf Gas zu reagieren. Genau das ist der Grund für Rekalibrierungen. Mit der Zeit zeigt jeder Sensor etwas anders an, daher müssen die gemessenen Werte abgeglichen werden.
Und wie oft müssen Detektoren rekalibriert werden, um ihre Funktion ordnungsgemäß zu erfüllen? Die Kalibrierung von Gasdetektoren ist gesetzlich jährlich vorgeschrieben gemäß Gesetz Nr. 246/2001, das die Bedingungen für Brandsicherheit und die Durchführung der staatlichen Brandaufsicht festlegt (Verordnung über Brandprävention). Das spezifische Intervall für Rekalibrierungen wird weiter durch die Montage- und Betriebsanleitung sowie die Betriebsanweisung des Sicherheitstechnikers in der jeweiligen Anwendung geregelt.
Die Anpassung des Mindestintervalls für Rekalibrierungen in der Anleitung erfolgt auf Basis des verwendeten Sensors. Bei gewöhnlichen elektrochemischen und halbleitenden Sensoren beträgt es in der Regel 6-12 Monate. Bei widerstandsfähigeren Sensortypen, z.B. optischen NDIR-Sensoren, ist das Mindestintervall hingegen länger, nämlich von 1 bis 5 Jahren. Die Angabe zur Lebensdauer ist daher nur eine ungefähre Schätzung basierend auf Erfahrungen. Die tatsächliche Lebensdauer ist bei jedem Stück und jeder Anwendung unterschiedlich.
.jpg)
Gasdetektoren für die Industrie von EVIKON erfordern regelmäßige Wartung und Rekalibrierung.
Die Lebensdauer von Sensoren ist also sehr unterschiedlich, abhängig von Feuchtigkeit, Temperatur, Staubbelastung, Häufigkeit der Exposition gegenüber dem gemessenen oder störenden Gas und vielen anderen Faktoren. Langfristige Exposition gegenüber dem gemessenen Gas kann einige Sensoren sogar zerstören. Ebenso wie die Exposition gegenüber Gasen mit einer Konzentration, die größer ist als der Messbereich des Sensors. Dies tritt häufig bei der Verwendung von Detektoren in der Nähe von Abflüssen oder bei der Desinfektion und Reinigung auf.
Die meisten Sensoren sind zudem nicht selektiv und detektieren eine Vielzahl von Gasen. Auch wenn der Detektor z.B. auf die Detektion von Methan kalibriert ist, kann ihn eine offene Farbdose in der Nähe des Detektors leicht zerstören. Dämpfe von Lösungsmitteln dringen dann in den Sensor ein, lösen einen Fehlalarm aus und sättigen ihn bald und zerstören ihn.
Das Altern des Sensors kann durch Trennen von der Stromversorgung verlangsamt werden. Ein getrennter Sensor altert erheblich langsamer als ein versorgter. Detektoren können also bis zu 6 Monate ohne Rekalibrierung gelagert werden und die erste Rekalibrierung kann immer noch 12 Monate nach dem Anschluss durchgeführt werden.
Wie bereits oben erwähnt, sind Wartung und Rekalibrierung von Detektoren gesetzlich vorgeschrieben, und bei Nichteinhaltung dieser Pflicht und der vom Hersteller festgelegten Verfahren verlieren Sie nicht nur die Garantie, sondern auch den Anspruch auf Versicherungsleistungen im Schadensfall.
Die Wartung von Gasdetektoren unterscheidet sich je nach Art und Hersteller. Zum Beispiel werden kleine Haushaltsdetektoren von Honeywell nicht kalibriert, sondern nach Ablauf ihrer Lebensdauer entsorgt. Bei anderen Arten ist erforderlich:
Die Mindestintervalle für diese Maßnahmen werden immer vom Hersteller festgelegt und müssen eingehalten werden. Service, Funktionstests und Kalibrierung von Gasdetektoren dürfen nur qualifizierte Personen und Serviceunternehmen durchführen, die vom Hersteller beauftragt sind. Der Preis für eine Rekalibrierung variiert je nach Detektortyp, beginnt bei etwa 600 CZK pro Stück und endet bei etwa 3.000 CZK pro Stück.
Vergessen Sie neben der Rekalibrierung der Detektoren auch nicht die regelmäßigen Überprüfungen von Gas und Gasgeräten, deren Kosten im Vergleich zum Risiko einer Explosion völlig vernachlässigbar sind.
.png)
Kleine Honeywell-Detektoren für den Haushalt werden nach Ablauf ihrer Lebensdauer einfach entsorgt.
Die Methode der Rekalibrierung variiert je nach Detektortyp und Hersteller. Evikon-Detektoren werden jährlich kalibriert und dazu werden Kalibriergas und Kalibriersoftware benötigt. Die Rekalibrierung der Detektoren dieses Herstellers erfolgt auf zwei Arten. Die erste ist die Korrespondenzrekalibrierung. Der Betreiber baut den Detektor aus und sendet ihn zur Rekalibrierung an den Hersteller oder Distributor. Diese versorgen ihn 48 Stunden lang mit Strom und rekalibrieren ihn. Nach der Rekalibrierung wird er an den Betreiber zurückgesandt. Die zweite Variante besteht darin, einen der geschulten Kalibrierungspartner zu kontaktieren. Dabei handelt es sich um Unternehmen in ganz Tschechien, die in der Durchführung von Rekalibrierungen geschult sind und über die erforderliche Ausrüstung verfügen.
Detektoren anderer Hersteller verwenden eigene Software und einige Hersteller justieren den Potentiometer nur mit einem Schraubendreher. In jedem Fall ist es notwendig, dass der Detektor vor der Rekalibrierung mindestens 24 Stunden, besser jedoch 48 Stunden und länger, an die Stromversorgung angeschlossen ist. Diese Erwärmung des Sensors ist notwendig, um die Messstabilität zu erreichen, die für seine Rekalibrierung erforderlich ist.
Der Austausch des Sensors darf nur von einer geschulten Person durchgeführt werden. Eine Ausnahme bilden Halbleiter-, optische und photoionisierende Sensoren, die vom Hersteller ausgetauscht werden, da sie einen Eingriff in die Firmware des Detektors erfordern. Elektrochemische und katalytische Sensoren können einfach durch Trennen des Steckers ausgetauscht werden. Nach dem Austausch des Sensors muss der Detektor kalibriert werden.
Neben regelmäßigen Rekalibrierungen und Sensoraustauschen werden auch Funktionstests durchgeführt. Der erste erfolgt bei der Installation des Geräts, wenn nach dem Start und der Stabilisierung der Messung Testgas auf den Sensor geleitet wird und auf die Reaktion des Detektors gewartet wird. Weitere Funktionstests werden vom Sicherheitstechniker durch interne Vorschriften vorgeschrieben.
Bei Funktionstests und Rekalibrierungen wird auch die Verschmutzung des Schutzstaubfilters überprüft, der den Sensor schützt. Der Betrieb des Detektors ohne diesen Filter verkürzt die Lebensdauer des Sensors und führt zum Verlust der Garantie. Der Filter besteht aus speziellem mehrlagigem Laborkarton. Oft kommt es vor, dass Kunden ihn mit einer Plastikkappe verwechseln und den Filter wegwerfen.