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Wie man die häufigsten Probleme des Heizsystems löst

Ein gepflegtes, gut eingestelltes und sauberes Heizsystem gewährleistet einen wirtschaftlichen und sorgenfreien Betrieb. Vernachlässigt man jedoch die Wartung, kann es passieren, dass die Heizkörper weniger, ungleichmäßig oder sogar laut heizen. Die Heizkosten können dann erheblich steigen, ohne dass man es bemerkt, da die Heizkörper paradoxerweise kalt sind. Der thermische Komfort nimmt ab, das Risiko einer ernsthaften Störung oder eines Ausfalls hingegen steigt. Probleme müssen daher rechtzeitig gelöst werden.

Hier sind fünf der häufigsten Probleme des Heizsystems und deren Lösungen.

Entlüftete Heizkörper

Luft im System ist das häufigste Problem von Heizsystemen. Obwohl die Lösung sehr einfach ist, unterschätzen viele Menschen die Entlüftung oder führen sie gar nicht durch. Wie gelangt überhaupt Luft in die Betriebsflüssigkeit und was kann sie verursachen?

Sauerstoff ist ein natürlicher Bestandteil des Wassers, daher kann er aus der Betriebsflüssigkeit nicht vollständig entfernt werden. In dieser natürlichen Menge ist er jedoch für die Gesundheit des Heizsystems nicht gefährlich. Problematisch ist die Luft, die in das Heizungssystem beim Befüllen des Systems oder durch verschiedene Verbindungen und Pumpen gelangt. Diese Luft ist unerwünscht und verursacht:

  • Korrosion der Metallteile der Heizung,

  • verminderte Effizienz der Heizung,

  • ungleichmäßige Heizung,

  • Kavitationsgeräusche.  

Die Entlüftung des Heizsystems erfolgt entweder manuell mit Entlüftungsventilen oder automatisch durch Luftabscheider, die permanent installiert sind, sodass Sie sich um die Entlüftung keine Gedanken machen müssen.

Nicht entlüftete Heizkörper heizen weniger, aber dennoch teurer. 

Korrosion

Korrosion verkürzt die Lebensdauer des Heizsystems erheblich und erhöht das Risiko von Rissen, Undichtigkeiten und Ausfällen.

Am häufigsten ist die sogenannte Sauerstoffkorrosion, die durch Luft im Heizungssystem verursacht wird. Die Lösung ist daher die regelmäßige Entlüftung des Systems. Galvanische Korrosion wird durch das Vorhandensein verschiedener Materialien mit unterschiedlicher Elektropositivität verursacht. Das gesamte System (Heizkörper, Rohrleitungen, Verbindungen, Kessel) sollte daher mit einem Material entworfen werden.

Mikrobielle Korrosion ist das Ergebnis des Stoffwechsels von Mikroorganismen in der Betriebsflüssigkeit. Dieses Problem betrifft insbesondere Heizsysteme mit unbehandeltem Wasser aus eigenen Quellen. Wasser aus einem Brunnen oder einer Bohrung muss daher vor dem Einfüllen in das System immer entsprechend aufbereitet werden.

Niedrige Qualität der Betriebsflüssigkeit

Neben der Qualität des Heizsystems muss auch auf die Qualität der Betriebsflüssigkeit geachtet werden – insbesondere auf ihre Zusammensetzung und mögliche Arten der Verschmutzung. Im Allgemeinen kann die Verschmutzung der Betriebsflüssigkeit in magnetische und nichtmagnetische unterteilt werden.  

Zu den nichtmagnetischen Verunreinigungen gehört vor allem Kalk. Kalk ist ein Wärmeisolator, seine Ablagerungen verringern die Effizienz der Heizung und behindern den Wasserfluss. Die Wasserhärte kann chemisch angepasst werden, jedoch nur nach fachlicher Beratung, da durch die Enthärtung auch der pH-Wert des Wassers verändert wird, was zu Korrosion führen kann.

Magnetische Verunreinigungen (Magnetitpartikel, Metallspäne usw.) werden natürlich aus dem Heizsystem in die Betriebsflüssigkeit freigesetzt. Sie können sehr effektiv aus dem Wasser entfernt werden mit einem Magnetfilter.

Auch die mögliche mikrobielle Kontamination der Betriebsflüssigkeit darf nicht vergessen werden. Bakterien im Wasser bilden einen Biofilm, der ähnlich wie Kalk die Effizienz des Wärmetransfers verringert und die einzelnen Komponenten des Heizsystems verstopft.

Blockierung der Pumpe und anderer Komponenten

Wenn die Verschmutzung des Wassers im Heizsystem nicht behandelt wird, kann es zu einer Blockierung der Umwälzpumpe kommen, oder zu einer Verstopfung der Regelventile oder Wärmetauscher der Kessel.

Insbesondere moderne Niedrigenergiepumpen sind für diesen Störungstyp sehr anfällig, da sie einen Magneten enthalten. Dieser verbessert den Betrieb der Pumpe und senkt die Energiekosten, fängt aber gleichzeitig magnetische Verunreinigungen auf, die im Wasser vorhanden sind. Wenn es zu einer Blockierung kommt, muss die Pumpe in der Regel ausgetauscht werden.

Schmutzabscheider mit Magnet von Flamco. 

Austretende Betriebsflüssigkeit

Insbesondere nach dem Befüllen der Heizung muss überprüft werden, ob irgendwo Wasser austritt. Die Kontrolle sollte jedoch während der gesamten Heizsaison regelmäßig durchgeführt werden. Undichte Verbindungen verursachen nicht nur feuchte Flecken und Schimmel, sondern auch das Eindringen von Luft in die Heizung. Und wie bereits erwähnt, führt Luft zu einer Verringerung der Heizeffizienz und zu Korrosion.

Wenn das Dichtungsproblem nicht sofort gelöst wird, wird es sich verschlimmern und kann zu einem Ausfall führen. Daher sollten Sie bei festgestelltem Austritt sofort einen Heizungsinstallateur rufen, versuchen Sie niemals, undichte Verbindungen selbst zu reparieren. Durch unsachgemäße Eingriffe könnten Sie die Heizung irreparabel beschädigen. 

Fünf Schritte zu einem perfekt gewarteten Heizsystem     

Die Wartung des Heizsystems ist nicht kompliziert, wenn Sie sich an 5 grundlegende Regeln halten:

  1. Unterschätzen Sie nicht das Heizungsprojekt. Der Heizungsinstallateur sollte geeignete Konstruktionsmaterialien und Dimensionen des Systems wählen und bei der Installation auf die Qualität der Verbindungen und Dichtungen achten.  

  2. Verwenden Sie immer Magnetfilter für die Heizung, die die Betriebsflüssigkeit kontinuierlich von festen Verunreinigungen reinigen. Reinigen Sie den Magnetfilter einmal jährlich.

  3. Vor Beginn der Heizsaison entlüften Sie die Heizkörper, stellen Sie das System ein und überprüfen Sie nach dem Befüllen die Funktion und die Dichtungen.

  4. Überprüfen Sie während der gesamten Heizsaison die Temperatur der Heizkörper, den Druck im Heizsystem und die Dichtungen der Verbindungen.

  5. Greifen Sie niemals selbst in das Heizsystem ein. Wenden Sie sich bei Problemen an einen Heizungsinstallateur.