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Gefährliches Kohlendioxid: Warum und wie sollte man es detektieren?

Auch wenn die meisten von uns vor allem Angst vor dem tödlich giftigen Kohlenmonoxid haben, sollte auch Kohlendioxid keinesfalls unterschätzt werden. Eine erhöhte Konzentration kann nämlich gesundheitliche Probleme verursachen und in extremen Fällen sogar zum Tod führen. Wie entsteht Kohlendioxid, welche Konzentration ist für die Gesundheit des Menschen schädlich und wie lässt sich seine Anwesenheit erkennen?

Was ist Kohlendioxid und wie entsteht es?

Kohlendioxid (CO2) ist ein farb- und geruchloses Gas. Es ist schwerer als Luft und sammelt sich daher vor allem in Bodennähe. Dieses Gas, das aus einem Kohlenstoffatom und zwei Sauerstoffatomen besteht, ist ein natürlicher Bestandteil der Erdatmosphäre. Kohlendioxid entsteht vor allem bei der Atmung und bei weiteren biologischen Prozessen.

Es entsteht auch bei Verbrennungsvorgängen und wird von Mikroorganismen sowie photosynthetisch aktiven Pflanzen produziert. Da Kohlendioxid ein Produkt zahlreicher biologischer Prozesse einschließlich der Atmung ist, befindet es sich überall um uns herum. In der Regel ist dieses Gas nicht gefährlich, in geschlossenen Räumen kann es jedoch gesundheitsschädliche Konzentrationen erreichen.

Kohlendioxidkonzentration

Während übliche Kohlendioxidkonzentrationen unbedenklich sind, können höhere Konzentrationen dieses Gases gesundheitliche Beschwerden verursachen. In der natürlichen Umgebung liegt die Kohlendioxidkonzentration bei etwa 400 ppm, in Industriegebieten ist dieser Wert etwas höher.

Es wird angegeben, dass eine CO2-Konzentration von 1.000 ppm den Menschen bereits negativ beeinflusst, wobei wir uns müde zu fühlen beginnen. Bei Überschreitung von 2.000 ppm treten Kopfschmerzen und eine verminderte Konzentrationsfähigkeit auf, bei einer Konzentration von über 5.000 ppm kommt bei den meisten Menschen auch ein beschleunigter Puls hinzu. Eine Konzentration von mehr als 45.000 ppm kann infolge von Sauerstoffmangel bis zur Bewusstlosigkeit und anschließend zum Tod führen. In Aufenthaltsräumen von Schulen, Gesundheits- und Beherbergungseinrichtungen, Geschäften und weiteren Gebäuden darf gemäß Verordnung Nr. 43/2025 Slg. die durchschnittliche CO₂-Konzentration 1200 ppm und während der Messung 2500 ppm nicht überschreiten.

Ausreichendes Lüften sorgt für eine niedrige CO2-Konzentration im Raum. 

Was sind die Symptome einer Kohlendioxidvergiftung?

Eine hohe Konzentration von Kohlendioxid, das sich in geschlossenen Räumen ansammelt, beeinträchtigt die Luftqualität negativ. Die sogenannte verbrauchte Luft im Raum kann dann Müdigkeit verursachen, zu Kopfschmerzen führen und sich negativ auf die Schlafqualität auswirken.

Eine Kohlendioxidvergiftung kann sich auch durch Verwirrtheit, Übelkeit und Mattigkeit äußern. Wenn Sie diese Symptome bei jemandem beobachten, bringen Sie die Person an die frische Luft und lüften Sie den Raum gründlich.

CO2-Detektoren

Die einzige hundertprozentig zuverlässige Möglichkeit, eine schädliche CO2-Konzentration zu erkennen, sind Kohlendioxiddetektoren, die Sie auch unter den Bezeichnungen Fühler, Melder oder CO2-Sensoren finden. Mit den menschlichen Sinnen lässt sich dieses Gas nämlich nicht wahrnehmen, da es farb-, geschmack- und geruchlos ist.

Kohlendioxiddetektoren kommen nicht nur in Haushalten zum Einsatz, sondern sollten auch in öffentlichen Gebäuden, Büros, Gewächshäusern, unterirdischen Garagen, Brauereien und Weinkellern installiert werden, also in Bereichen, in denen ein erhöhtes Risiko der CO2-Ansammlung besteht.

Wie wählt man einen CO2-Detektor aus?

Wählen Sie CO2-Detektoren immer nur von bewährten Herstellern, günstige Fühler können unzuverlässig sein. Wenn Sie die Luftqualität in Ihrem Zuhause wirklich perfekt überwachen möchten, wählen Sie Modelle mit zusätzlichen Sensoren – viele CO2-Detektoren messen beispielsweise auch die Luftfeuchtigkeit und Temperatur, die die Luftqualität ebenfalls wesentlich beeinflussen.

Für einen möglichst hohen Benutzerkomfort wählen Sie Detektoren mit Display, auf dem Sie die CO2-Konzentration in Echtzeit sehen. Sie können auch wählen, ob der Detektor bei erhöhter CO2-Konzentration mit einem optischen oder akustischen Alarm warnt.

Wo CO2-Fühler installiert werden sollten

CO2-Detektoren bestehen aus den eigentlichen Fühlern und einer Steuereinheit. Die Fühler sollten 10–20 cm über dem Boden angebracht werden, da CO2 im Raum absinkt. Die Steuereinheit mit Display können Sie selbstverständlich auf Augenhöhe anbringen.

Achten Sie bei der Installation darauf, dass sich der Fühler des Detektors nicht im Luftzug befindet, gleichzeitig aber frei von Luft umströmt wird. Er darf sich also beispielsweise nicht hinter Möbeln oder einem schweren Vorhang befinden. Schmutz, Feuchtigkeit und Fett können die Empfindlichkeit der Sensoren verringern, achten Sie daher darauf, dass der Detektor in einer trockenen und sauberen Umgebung installiert wird.

Ratschläge und Empfehlungen von Fachleuten

Die Kohlendioxidkonzentration steigt durch die Atmung in unbelüfteten Räumen schnell an. Schon zwei Personen erhöhen innerhalb weniger Dutzend Minuten die CO2-Konzentration in einem Wohnzimmer auf ein Niveau, das Ihrer Gesundheit schaden kann. Fachleute empfehlen daher, regelmäßig zu lüften und die genannten Kohlendioxiddetektoren anzuschaffen.

Sie können entweder klassisch durch das Öffnen der Fenster lüften oder über ein kontrolliertes Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung. Regelmäßiges Lüften verbessert zum einen die Luftqualität in den Räumen und sorgt zum anderen für eine ausreichende Sauerstoffzufuhr zu den Flammen, wenn sich im Innenraum Gasgeräte oder Heizkessel befinden. Dadurch wird das Risiko der Entstehung von tödlich giftigem Kohlenmonoxid (CO) verringert.

Obwohl Kohlendioxid ein natürlicher Bestandteil der Luft ist, kann es in höheren Konzentrationen unsere Gesundheit negativ beeinflussen und in extremen Fällen sogar zum Tod führen. Deshalb empfehlen wir stets, in risikobehafteten Innenräumen einen zuverlässigen Kohlendioxiddetektor zu installieren, der Sie rechtzeitig auf eine erhöhte Konzentration dieses toxischen Gases aufmerksam macht.