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Das Gas für Ihren Heizkessel oder Herd strömt nicht mit demselben Druck, der in der Fernleitung herrscht. Zwischen Hausanschluss und Verbraucher befindet sich eine entscheidende Einrichtung – der Haus-Gasdruckregler. Wir erklären, welche Druckstufen es im Gasversorgungssystem gibt, welchen Druck Ihre Geräte benötigen und wie Sie einen Regler auswählen, der den Druck sicher reduziert und auf einem stabilen Wert hält.
Autor: Michal Chytka - Spezialist für das Sortiment an Gasdruckreglern
Erdgas gelangt über Hochdruckleitungen und Übergabestationen an den Grenzen in die Tschechische Republik, wo der Druck bis zu hundert bar erreicht und Millionen Kubikmeter transportiert werden. Damit das Gas bis zu den Verbrauchern in unseren Haushalten gelangt, muss sein Druck in mehreren Schritten abgesenkt werden. Das Verteilnetz arbeitet daher mit mehreren Druckstufen:
| Druckstufe | Bereich | Wo sie vorkommt |
|---|---|---|
| Sehr hoher Druck (VVTL) | über 4 MPa | internationales Transit-Fernleitungsnetz |
| Hochdruck (VTL) | über 0,4 MPa bis 4 MPa | Hochdruck-Hauptverteilungsleitungen |
| Mitteldruck (STL) | über 5 kPa bis 0,4 MPa (4 bar) | Mitteldruck-Gasleitung im Straßenbereich |
| Niederdruck (NTL) | bis 5 kPa (0,05 bar) | Hausinnenleitungen und Gasverbrauchsgeräte |
Regelstationen in unserem Gebiet senken den Hochdruck zunächst auf Mitteldruck, also in der Regel auf einen Wert bis 4 bar (400 kPa). Für Installationen in Einfamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern und kleineren Betriebsstätten muss der Druck jedoch noch einmal reduziert werden. Auf Niederdruck, also bis 5 kPa (0,05 bar), oder auf die in der Überschrift genannten Millibar, konkret bis 50 Millibar. Genau für diesen letzten Schritt wird ein Haus-Gasdruckregler benötigt.
Übliche Haushaltsgeräte – Gasheizkessel, Herde, Durchlauferhitzer – sind in der Tschechischen Republik für einen Nenn-Eingangsüberdruck von etwa 2 kPa (20 mbar) ausgelegt. Hausdruckregler halten den Ausgangsdruck daher typischerweise bei etwa 21 mbar, was ungefähr 2,1 kPa entspricht. Dieser Wert ist Standard für Erdgas-Hausinstallationen in der Tschechischen Republik.
Neben dem Druck ist auch der Durchfluss wichtig, also das Gasvolumen pro Zeiteinheit, das das Gerät benötigt. Er wird in Kubikmetern pro Stunde (m³/h) angegeben und ist auf dem Typenschild des Geräts sowie in dessen Dokumentation zu finden. In Haushalten liegt er meist bei bis zu 6 bis 10 m³/h. Der Regler muss so dimensioniert sein, dass er den erforderlichen Durchfluss liefern kann, ohne dass der Ausgangsdruck unter die sichere Grenze fällt.
Schnelle Umrechnung der Einheiten: 1 bar = 100 kPa = 1000 mbar. Ein Niederdruck von 5 kPa entspricht also 0,05 bar. Ein Regler-Ausgangsdruck von 21 mbar entspricht 2,1 kPa bzw. 0,021 bar.
Wenn im Netz vor der Hauptgasabsperreinrichtung (HUP) Ihres Hauses oder Unternehmens nicht direkt Niederdruck anliegt, ist ein Hausdruckregler unverzichtbar. Er reduziert und stabilisiert zugleich den Druck vom Hausanschluss auf einen für die Geräte und für das Gebäude als Ganzes sicheren Wert. Ohne Regelung könnten Druckschwankungen im Verteilnetz die Geräte beschädigen oder einen gefährlichen Gasaustritt verursachen.
Die Sicherheit einer Gasanlage beruht in der Praxis auf drei Säulen. Die erste sind Sicherheitseinrichtungen direkt im Regler – Sicherheitsabsperrventil (SAV) und Abblaseventil (SBV). Die zweite sind Gasleckdetektoren (zum Beispiel die Baureihe EVIKON E2630-LEL), die zuverlässig vor einem Leck warnen, bevor eine gefährliche Konzentration erreicht wird. Die dritte sind Magnetventile (PEVEKO) und Absperreinrichtungen (BAP), die in einer Krisensituation die Gaszufuhr sofort unterbrechen. Größere Anlagen nutzen sie immer, aber auch für ein Einfamilienhaus gibt es PEVEKO-Magnetventile, deren Abmessungen und Parameter für Hausinstallationen geeignet sind.
Montage, Kontrollen und eventuelle Reparaturen an Reglern dürfen nur von geschulten Mitarbeitern von Fachfirmen oder Gasversorgern durchgeführt werden. Eigenmächtige Eingriffe in die Gasanlage sind nicht zulässig.
Die meisten Hausdruckregler sind direktwirkende, federbelastete Regler. Das Prinzip ist elegant einfach: Die Einstellung von Feder und Membran bestimmt den Ausgangsdruck. Das Abblaseventil verhindert dabei, dass der eingestellte Wert überschritten wird, und das Sicherheitsabsperrventil schließt die Zufuhr sofort, wenn der Druck den sicheren Bereich verlässt. Nach Überprüfung der Ursache kann der Regler nur manuell wieder in Betrieb genommen werden – er öffnet sich niemals selbsttätig.
Dies veranschaulicht der Hausdruckregler HUTIRA B NG, der für Erdgas-Hausanschlüsse aus Mitteldrucknetzen bestimmt ist, sehr gut. Er arbeitet in zwei Reduktionsstufen: Die erste Stufe hält den Ausgangsdruck unabhängig von Druckschwankungen in der Eingangsleitung konstant, die zweite Stufe hält den Ausgangsdruck auch bei Änderungen des Durchflusses konstant. Das Ergebnis ist ein stabiler Wert von 21 mbar über den gesamten Bereich der Eingangsdrucke.
Das Absperrglied des Reglers B NG unterbricht den Gasdurchfluss in drei Situationen: bei Überschreitung des eingestellten Durchflusses (zum Beispiel bei Beschädigung der Ausgangsleitung), bei Abfall des Ausgangsdrucks unter den eingestellten Wert (übermäßiger Verbrauch) und bei Abfall des Eingangsdrucks unter den festgelegten Grenzwert (Störung der Eingangs-Gasleitung – diese Funktion greift nur, wenn gerade Durchfluss stattfindet). Nach dem Auslösen muss der Regler mit der Starttaste manuell wieder in Betrieb genommen werden, sodass es niemals zu einer selbsttätigen Wiederherstellung der Versorgung kommt.
Die Konstruktion enthält außerdem ein integriertes Kontroll-Abblaseventil zum Schutz der Geräte vor einem Anstieg des Ausgangsdrucks – überschüssiges Gas wird über eine Ausblasöffnung mit Edelstahlsieb abgeführt. Am Eingang befindet sich ein Bronze-Filter, der Verunreinigungen zurückhält. Alle inneren Teile sind dauerhaft in Bewegung, was Ablagerungen und ein Festsetzen des Mechanismus verhindert, sodass der Regler auch nach langer Betriebszeit zuverlässig reagiert.

Technische Parameter:
Bei der Auswahl eines Hausdruckreglers sollten Sie von drei Angaben ausgehen. Die erste ist der Druck im Hausanschluss – klären Sie beim Netzbetreiber, ob es sich um Mitteldruck handelt und in welchem Bereich. Die zweite ist der erforderliche Durchfluss, also die Summe des Verbrauchs aller Geräte in m³/h. Für ein Standard-Einfamilienhaus mit Heizkessel und Herd reicht in der Regel die Variante B6 NG (bis 6 Nm³/h); bei höherem Verbrauch, einem größeren Heizraum oder mehreren Geräten wählen Sie B10 NG (bis 10 Nm³/h). Die dritte ist der Anschlusstyp und die Ausführung (Winkelausführung, gerade Ausführung, für den Einbauschrank), damit der Regler zu Ihrer Anlage passt. Die Winkelausführung B NG hat zudem identische Anschlussmaße wie die Regler FRANCEL Typ B und Fisher B NG, sodass sie ohne Änderungen an der Rohrleitung ersetzt werden können.
Tipp: Sie sind sich nicht sicher, welche Variante Sie wählen sollen? Addieren Sie die Nenn-Durchflüsse Ihrer Geräte von den Typenschildern und rechnen Sie eine Reserve hinzu. Wenn Sie unsicher sind, beraten wir Sie gerne bei der Auswahl – kontaktieren Sie uns.
Die Hausinnenleitungen arbeiten mit Niederdruck bis 5 kPa (0,05 bar). Hausdruckregler halten den Ausgangsdruck typischerweise bei 21 mbar (ca. 2,1 kPa), was den üblichen Gasgeräten in der Tschechischen Republik entspricht.
Ja, wenn im Netz vor der Hauptgasabsperreinrichtung nicht direkt Niederdruck anliegt. Bei den meisten Hausanschlüssen liegt im Netz Mitteldruck (bis 4 bar) an, der vor den Geräten auf einen sicheren Wert reduziert werden muss.
Sie unterscheiden sich im maximalen Durchfluss: B6 NG schafft bis 6 Nm³/h, B10 NG bis 10 Nm³/h. B10 NG erreicht den vollen Durchfluss zudem bereits bei niedrigerem Eingangsdruck. Für ein übliches Einfamilienhaus reicht meist B6 NG, bei höherem Verbrauch wählen Sie B10 NG.
Nein. Der Ausgangsdruck ist bei den Reglern B NG werkseitig fest auf 21 mbar eingestellt und kann vom Benutzer nicht verändert werden. Es handelt sich um den Standardwert für Erdgas-Hausinstallationen in der Tschechischen Republik.
Sinkt der Eingangsdruck unter den festgelegten Grenzwert (wenn gerade Durchfluss stattfindet), unterbricht das Absperrglied die Versorgung automatisch. Nach Wiederherstellung des Drucks öffnet der Regler nicht selbsttätig – er muss mit der Starttaste manuell in Betrieb genommen werden. Dadurch wird ein unkontrollierter Durchfluss nach Wiederaufnahme der Versorgung verhindert.
Montage, Kontrollen und Reparaturen an Reglern dürfen nur von geschulten Mitarbeitern von Fachfirmen oder Gasversorgern durchgeführt werden. Eigenmächtige Eingriffe in die Gasanlage sind nicht zulässig.
Die Standardausführung B NG ist für Temperaturen von −20 bis +60 °C ausgelegt. Für Standorte mit extremerem Frost bietet der Hersteller auf Anfrage auch eine Ausführung für Temperaturen unter −20 °C an.