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Ein Brennwertkessel erreicht seinen hohen Wirkungsgrad gerade dadurch, dass er die Abgase so weit abkühlt, bis der darin enthaltene Wasserdampf kondensiert und seine Kondensationswärme abgibt. Das Nebenprodukt ist Kondensat, das während der gesamten Heizsaison kontinuierlich anfällt – bei einem Einfamilienhaus sind das Liter pro Tag, also Hunderte Liter pro Saison. Bei Klimaanlagen ist es umgekehrt: Kondensat entsteht vor allem im Sommer, wenn sich Luftfeuchtigkeit am kalten Verdampfer des Innengeräts niederschlägt, und an heißen Tagen kommen ebenfalls beachtliche Mengen zusammen. Luftentfeuchter und Kälteanlagen produzieren ganzjährig Kondensat.

Kondensat aus Abgasen ist zudem kein gewöhnliches Wasser. Darin lösen sich Oxide aus den Abgasen, wodurch es sauer ist – und genau deshalb müssen alle Bauteile, die damit in Berührung kommen, aus beständigen Kunststoffen oder Edelstahl bestehen. Eine gewöhnliche Metallleitung oder eine ungeeignete Pumpe würde durch das saure Kondensat nach und nach zerstört. Bei Ölkesseln ist das Kondensat aggressiver als bei Gaskesseln, deshalb ist dort zusätzlich eine Neutralisationseinrichtung vorgeschrieben (mehr dazu weiter unten).
Was passiert, wenn das Kondensat nicht abfließen kann? Zunächst sammelt es sich im Siphon und in der Auffangwanne des Geräts. Moderne Kessel und Klimaanlagen reagieren darauf mit einer Störmeldung und Abschaltung – im Winter heizt der Kessel also nicht mehr, im Sommer kühlt die Klimaanlage nicht mehr. Noch ungünstiger ist der Fall, wenn das Gerät keinen Schutz hat oder dieser versagt: Dann läuft das Kondensat über und beschädigt Boden, Wand oder die Einrichtung des Raums, bei Klimaanlagen typischerweise auch die abgehängte Decke. Hersteller von Brennwertkesseln schreiben daher eine ordnungsgemäße Kondensatableitung als Betriebsbedingung vor, und auf einen Eimer unter dem Kessel kann man sich wirklich nicht verlassen.
Das Prinzip ist einfach und bei allen Geräten dieses Typs ähnlich. Die Basis bildet ein kleiner Sammelbehälter, in den das Kondensat von einer oder mehreren Quellen im freien Gefälle einläuft – deshalb wird die Hebeanlage immer unterhalb der Kondensatquelle oder daneben so positioniert, dass der Zulauf mit Gefälle erfolgt. Im Behälter befindet sich ein Schwimmerschalter: Sobald der Flüssigkeitsstand die Einschaltschwelle erreicht, schaltet der Schwimmer die Pumpe automatisch ein. Diese drückt den Inhalt des Behälters über einen dünnen Druckschlauch nach oben und gegebenenfalls auch seitlich zur nächstgelegenen Abwasserleitung. Sinkt der Flüssigkeitsstand auf die Ausschaltschwelle, stoppt die Pumpe und wartet auf die nächste Befüllung. Ein Rückschlagventil auf der Druckseite verhindert dabei, dass bereits abgepumptes Kondensat aus dem Schlauch zurück in den Behälter läuft.
Der gesamte Zyklus wiederholt sich vollautomatisch, ohne jeglichen Eingriff des Nutzers. Da das Kondensat nur langsam zufließt, läuft die Pumpe jeweils nur kurz und ist die meiste Zeit in Ruhe – entsprechend ist auch die Betriebsart intermittierend (bei NovaCON S3 15 %) und der Energieverbrauch niedrig. Aufgrund der geringen Fördermengen genügt auf der Druckseite ein Schlauch mit einem Innendurchmesser von etwa 10 mm, der unauffällig an der Wand oder in einem Kabelkanal verlegt werden kann.
Ein wichtiger Bestandteil ist der Alarm. Hochwertige Hebeanlagen verfügen über einen zweiten Schwimmer, der einen zu hohen Füllstand überwacht – wenn die Pumpe aus irgendeinem Grund nicht nachkommt (verstopfter Schlauch, Ausfall), kann der Alarmkontakt die angeschlossene Kondensatquelle abschalten (z. B. den Kessel ausschalten) oder eine Signalisierung auslösen. Ohne diese Absicherung würde ein Pumpenausfall zum Überlaufen des Behälters führen.
Die Wilo-NovaCON ist eine automatische Kondensathebeanlage für Brennwertkessel (einschließlich Anschluss eines Sicherheitsventils), Klima- und Kältetechnik (Kühlschränke, Kühlvitrinen, Verdampfer) sowie Luftentfeuchter. Laut Hersteller ist sie für Kessel bis 50 kW (Gas) bzw. 30 kW (Öl) geeignet. Es handelt sich um eine „Plug & Play“-Lösung – im Lieferumfang ist alles enthalten, was für die Installation benötigt wird, und das Gerät ist nach dem Anschließen der Schläuche und dem Einstecken in die Steckdose sofort betriebsbereit.


Die NovaCON verfügt über zwei Zulauföffnungen mit 28 mm Durchmesser – die linke ist frei, die rechte ist werkseitig mit einem perforierten Verschluss geschützt, der bei Bedarf abgeschnitten werden kann. So können Sie Kondensat aus zwei Quellen gleichzeitig zuführen, beispielsweise vom Kessel und vom Sicherheitsventil. Das Gerät kann auf den Boden gestellt oder an die Wand geschraubt werden; die Oberseite ist für das Anlegen einer Wasserwaage ausgelegt, denn die Pumpe muss waagerecht stehen – davon hängt die korrekte Funktion des Schwimmerschalters ab.
Wichtiger Hinweis für Ölkessel: Bei Kesseln, die Heizöl verbrennen, ist vor der Pumpe zwingend eine Neutralisationseinheit erforderlich (wird kundenseitig bereitgestellt) – Ölkondensat ist aggressiver und würde die Pumpe ohne Neutralisation beschädigen. Eine Neutralisation im Zulauf kann auch von Herstellern von Gaskesseln verlangt werden; beachten Sie daher immer die Anweisungen des Kesselherstellers.
Das Gerät erfordert keine besondere Wartung. Der Behälter hat einen abnehmbaren Deckel, sodass eine eventuelle Reinigung (Ablagerungen, Kontrolle des Schwimmers) schnell erledigt ist. Wenn die Pumpe nicht einschaltet, prüfen Sie die häufigsten Ursachen: Netzanschluss, blockierter Schwimmer, verstopfter Zulaufschlauch, nicht entfernte Transportsicherung oder ein Gerät, das nicht waagerecht steht. Wenn die Pumpe läuft, aber nicht fördert, liegt die Ursache meist an einem blockierten Rückschlagventil oder einem verstopften Druckschlauch. Der Hersteller gewährt auf die NovaCON 2 Jahre Garantie, vorausgesetzt, die Installation erfolgt fachgerecht und das Gerät wird ordnungsgemäß verwendet.
Die NovaCON ist für Wohnungen, Einfamilienhäuser und kleinere Gewerbebetriebe gedacht – überall dort, wo Kondensat aus einem wandhängenden Brennwertkessel, einer Klimaanlage, einer Kälteanlage oder einem Luftentfeuchter abgeführt werden muss und kein Schwerkraftablauf zur Verfügung steht. Die Förderhöhe von 4,5 m reicht aus, um aus dem Keller bis auf Höhe des Kanalanschlusses zu fördern, und der Geräuschpegel von unter 45 dB(A) sowie die kompakten Abmessungen ermöglichen auch die Installation in Wohnräumen. Für größere Kondensatmengen (Kessel über 50 kW) ist ein leistungsstärkeres Gerät erforderlich.
Nein. Wenn das Kondensat im freien Gefälle in die Kanalisation geleitet werden kann (der Abfluss liegt tiefer als der Siphon des Kessels), benötigen Sie keine Pumpe. Eine Hebeanlage ist dann erforderlich, wenn der Abfluss höher liegt als der Kondensatauslass oder zu weit entfernt ist.
Die maximale Förderhöhe beträgt 4,5 m bei einem maximalen Förderstrom von 380 l/h. Mit zunehmender Höhe sinkt der Förderstrom (siehe Pumpenkennlinie in der Anleitung). Waagerechte Druckleitungsabschnitte verringern die Förderhöhe zusätzlich, deshalb sollte der Schlauch zunächst möglichst senkrecht geführt werden.
Ja, die medienberührten Materialien sind beständig gegen Kondensat bis pH 2,5. Bei Ölkesseln ist jedoch eine Neutralisationseinrichtung vor der Pumpe zwingend vorgeschrieben, und auch bei Gaskesseln sollten Sie die Anweisungen des Kesselherstellers beachten – dieser kann eine Neutralisation zum Schutz der Kanalisation verlangen.
Ja. Der Hersteller verlangt die Einbindung des Alarms in den Sicherheitskreis der Kondensatquelle (typischerweise Abschaltung des Kessels bei Überfüllung des Behälters). Ohne angeschlossenen Alarm besteht im Störungsfall Überlaufgefahr, und für dadurch entstandene Schäden gilt keine Garantie. Lassen Sie den Anschluss von einer qualifizierten Fachkraft ausführen.
Der Geräuschpegel liegt unter 45 dB(A), was einem leisen Betrieb vergleichbar mit einem normalen Kühlschrank entspricht. Zudem läuft die Pumpe nur kurzzeitig (Betriebsart S3 15 %), sodass sie auch für Wohnräume geeignet ist.
Nur im Abschluss des Anschlusskabels: EF hat einen Schuko-Stecker für die Steckdose, O hat ein offenes Kabelende für den festen Elektroanschluss. Die technischen Parameter sind identisch.
Kurzzeitig bis +80 °C, die durchschnittliche Medientemperatur im Betrieb beträgt 35 °C. Das deckt den normalen Betrieb eines Brennwertkessels ebenso wie den einer Klimaanlage ab.
Die Stromversorgung, einen blockierten Schwimmer im Behälter, einen verstopften Zulaufschlauch, die waagerechte Aufstellung des Geräts und ob die Transportsicherung auf der Rückseite entfernt wurde (ein häufiger Fehler bei der ersten Inbetriebnahme). Wenn die Pumpe läuft, aber nicht fördert, prüfen Sie das Rückschlagventil und die Durchgängigkeit des Druckschlauchs.