Fragen? +32 460 226 991 (Englisch). Lieferung in der gesamten EU!

Wie erfolgt die Kontrolle von Wärme- und Kältezählern? Ein Leitfaden für WEG-Verwalter und Techniker

Wärmezähler, auch Kalorimeter genannt, sind eine wichtige Grundlage für die gerechte Verteilung der Heizkosten. Wenn sie nicht korrekt funktionieren, können die Abweichungen in der Abrechnung bis in die Tausende Kronen gehen. Mieter und Eigentümer können die Abrechnung dann anfechten. Die Frühjahrsprüfung der Wärmezähler sollte daher zur üblichen Routine von Gebäudeverwaltern und WEGs gehören. Dank einer rechtzeitigen Überprüfung haben Sie ausreichend Zeit, eventuelle Wartungs- und Servicearbeiten zu veranlassen.

Welche Faktoren beeinflussen die Genauigkeit der Messung des Wärmeverbrauchs?

Der Wärmeverbrauch wird aus Wasserdurchfluss und Temperaturdifferenz berechnet, wobei das Wärmemessgerät beide Werte gleichzeitig verwendet.

  • Der Durchfluss erfasst, wie viel Heizwasser durch das System strömt. 

  • Die Temperaturspreizung zeigt den Temperaturunterschied zwischen Vorlauf- und Rücklaufwasser an.

Bei der Überprüfung eines Kalorimeters ist es daher notwendig, sowohl den Durchflusssensor als auch die Temperaturfühler zu kontrollieren. Faktoren, die die Funktion von Wärmezählern negativ beeinflussen, lassen sich in drei Kategorien einteilen:

  1. Verschmutzung und Lufteintrag in der Heizungsanlage – ein minderwertiges und verunreinigtes Wärmeträgermedium verursacht Ablagerungen, die die Durchflussmessung beeinflussen. Insbesondere Magnetit setzt die Turbinen von Wärmezählern zu und verhindert eine präzise Messung. Auch Luftblasen im Heizwasser beeinträchtigen die Durchflussmessung.

  2. Unsachgemäße Montage – bei der Montage müssen die Flussrichtung und die vorgeschriebene Länge der geraden Rohrstrecke vor und hinter dem Messgerät eingehalten werden. Andernfalls erfasst der Zähler den Durchfluss fehlerhaft. Die Durchflussmessung kann auch durch Vibrationen verfälscht werden (Nähe von Pumpen, Ventilen usw.). Für die Temperaturerfassung ist wiederum wichtig, dass sich am Einbauort keine Wärme- oder Kältequellen befinden und dass die Fühler korrekt in der Tauchhülse positioniert sind.

  3. Verschleiß und Überschreitung der Eichfrist – sowohl der Durchflusssensor als auch die Temperaturfühler verlieren mit der Zeit an Messgenauigkeit, daher müssen sie innerhalb der gesetzlichen Fristen metrologisch geprüft oder ersetzt werden. Bei mechanischer Beschädigung oder Verschleiß ist ein sofortiger Austausch erforderlich. Nicht zuletzt muss auch die Lebensdauer der Batterien überwacht werden. Ein Batteriewechsel darf nur dann durchgeführt werden, wenn dabei nicht in die Plombe eingegriffen wird.


Kompakter Wärmezähler ENBRA 

Wie erfolgt die Überprüfung von Wärmezählern Schritt für Schritt?

Die routinemäßige Kontrolle von Kalorimetern und der Heizungsanlage sollte von den Objektverwaltern regelmäßig durchgeführt werden, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Wenn Sie jedoch auf einen Defekt stoßen, greifen Sie niemals selbst in die Messgeräte einWärmezähler dürfen nur von autorisierten Technikern gehandhabt werden.

Schritte, die Sie als Verwalter durchführen können:

  1. Sichtprüfung der Messgeräte – prüfen Sie, ob das Messgerät nicht mechanisch beschädigt ist, alle Verbindungen dicht sind und die Plomben unversehrt sind.

  2. Kontrolle des Displays – prüfen Sie, ob das Display funktioniert und keine Fehlermeldungen anzeigt.

  3. Prüfung der Eichung – kontrollieren Sie die Gültigkeit der metrologischen Prüfung.

  4. Datenkontrolle – bei Fernauslesung prüfen Sie die korrekte Datenübertragung. Beobachten Sie den Verbrauch und dokumentieren Sie ungewöhnliche Abweichungen.

Wenn Sie auf irgendeine Unstimmigkeit stoßen oder der Termin für den Austausch der Messgeräte näher rückt, kontaktieren Sie ein Serviceunternehmen. Nur dieses darf die metrologische Prüfung und den Austausch, aber auch die Demontage und Montage der Messgeräte durchführen. Ein autorisierter Techniker kann den Durchflusssensor und die Temperaturfühler, die Elektronik, die Firmware sowie das Kommunikationsmodul detailliert diagnostizieren. Nach jedem Eingriff in plombierte Teile der Messgeräte stellt er Ihnen ein Serviceprotokoll aus.

Eine Kontrolle nach der Heizsaison erspart Ihnen viele Sorgen. Müssen Sie Wärmezähler modernisieren oder austauschen? Unsere Fachleute helfen Ihnen gerne weiter.

Was ist der Unterschied zwischen Kalibrierung und metrologischer Prüfung von Wärmezählern?

Bei der Kalibrierung werden Abweichungen bei der Messung des Wärmeverbrauchs überprüft und bei Bedarf korrigiert. Das Ergebnis ist ein Kalibrierschein. Die Kalibrierung wird vor allem bei industriellen Messgeräten durchgeführt; bei Wärmezählern in Wohn- oder Bürogebäuden nur ausnahmsweise. Sie ist nicht verpflichtend und ersetzt nicht die amtliche Prüfung.

Die metrologische Prüfung bestätigt amtlich, dass das Messgerät die gesetzlichen Anforderungen und zulässigen Toleranzen erfüllt. Die Prüfung von Wärmezählern ist gesetzlich vorgeschrieben, und zwar immer nach 5 Jahren. Ohne gültige Prüfung sollte das Messgerät nicht für die Abrechnung verwendet werden. Das Ergebnis der Prüfung ist eine Plombe oder ein amtliches Prüfzeichen.

Die metrologische Prüfung darf nur von autorisierten metrologischen Stellen durchgeführt werden. Die Kalibrierung erfolgt durch spezialisierte Service- oder Kalibrierlabore.

Welche gesetzlichen Anforderungen gelten für die Messung des Wärmeverbrauchs?

Die Wärmemessung zum Zweck der Kostenverteilung richtet sich nach mehreren Gesetzen und Normen, die Objektverwalter kennen müssen. Zu den wichtigsten gehören:

  • Gesetz Nr. 406/2000 Slg. über das Energiemanagement legt die Pflicht zur Messung und Verteilung der Wärme in Wohnungen fest.

  • Gesetz Nr. 505/1990 Slg. über das Messwesen regelt die gesetzlich festgelegten Messgeräte und die Pflicht zur metrologischen Prüfung von Messgeräten, die für die Abrechnung verwendet werden.

  • Gesetz Nr. 67/2013 Slg. über Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Nutzung von Wohnungen regelt die Verteilung der Kosten für Wärme und Warmwasser auf die Leistungsempfänger.

  • Verordnung Nr. 194/2007 Slg. legt Anforderungen an Mess- und Anzeigetechnik sowie die Bedingungen für die Erfassung der Wärmelieferung fest.

  • Verordnung Nr. 269/2015 Slg. legt die Art der Verteilung der Heizkosten fest.

  • Verordnung Nr. 345/2002 Slg. legt Messgeräte fest, die der Pflichtprüfung unterliegen.

  • Verordnung Nr. 127/2024 Slg. hat die Gültigkeitsdauer der Prüfung von Wärme- und Kältezählern von 4 auf 5 Jahre verlängert. Die Frist wird immer ab dem 1. Januar des auf die Prüfung folgenden Jahres berechnet.

Die Messgeräte selbst müssen der Norm ČSN EN 1434 entsprechen und über eine Prüfung des Tschechischen Metrologischen Instituts (ČMI) beziehungsweise einer der autorisierten metrologischen Prüfstellen verfügen. Außerdem müssen sie die CE-Kennzeichnung (Konformitätserklärung) und MID (Measuring Instruments Directive – europäische Richtlinie zur Vereinheitlichung der Anforderungen an Messgeräte) tragen. Ab dem Jahr 2027 müssen alle Wärmezähler, die für die Kostenverteilung verwendet werden, eine Fernauslesung ermöglichen.

Wenn diese Bedingungen nicht erfüllt sind, kann die Kostenverteilung von den Abnehmern angefochten werden.


Die Verteilung der Heizkosten in einer WEG richtet sich nach Gesetzen und Verordnungen 

Bereiten Sie sich auf die digitale Revolution in der Wärmemessung vor. Was ist Fernauslesung und wie lässt sie sich intelligent nutzen?

Die Novelle des Gesetzes über das Energiemanagement führt ab dem 1. Januar 2027 eine neue Pflicht im Bereich Messung und Kostenverteilung ein, nämlich dass alle Messgeräte eine Fernauslesung der Wärme mindestens in monatlichen Intervallen ermöglichen müssen. Dies bringt sowohl Endverbrauchern als auch Verwaltern zahlreiche Vorteile.

Verbraucher erhalten Informationen über den Verbrauch für jeden Monat und können daher rechtzeitig auf ungewöhnlich hohe Kosten reagieren und nicht erst nach der Heizsaison, wie es bisher der Fall war. Gleichzeitig müssen sie bei der Ablesung nicht anwesend sein.

Verwalter wiederum erhalten genauere Daten ohne das Risiko von Fehlern bei der manuellen Übertragung und sparen viel Zeit. Einige Modelle von Wärmezählern lassen sich mit einem zentralen Server verbinden und die Datenerfassung sowie die Abrechnung vollständig automatisieren.  

Lassen Sie sich ein maßgeschneidertes Wärmemesssystem planen

Bei der Auswahl von Wärmezählern müssen zahlreiche Faktoren berücksichtigt werden, wie Durchfluss, Temperaturbereich, Messtechnologie, Installationsmöglichkeiten oder die Art der drahtlosen Datenübertragung und weitere.

Beispielsweise kann für Mehrfamilienhäuser und Bürogebäude der kompakte Wärmezähler ENBRA MT SONTEX Supercal mit integriertem Temperaturfühler geeignet sein. Dieser Zähler ermöglicht Funk- sowie M-Bus-Kommunikation und kann für die Messung von Wärme und Kälte eingesetzt werden.

Für anspruchsvollere und industrielle Anwendungen empfehlen wir den robusten Ultraschall-Wärmezähler Siemens UH50-A45 mit Genauigkeitsklasse 2, der neben der Fernkommunikation über einen Luftblasendetektor verfügt.

Alle Messgeräte in unserem Sortiment erfüllen die Anforderungen der aktuellen Gesetzgebung. Nutzen Sie die Möglichkeit einer kostenlosen Fachberatung und lassen Sie sich ein System nach Ihren Anforderungen planen.

Häufig gestellte Fragen zur Überprüfung von Wärmezählern

Wie oft müssen Wärmezähler geprüft werden?

Wärmezähler, die für die Kostenverteilung verwendet werden, unterliegen der verpflichtenden metrologischen Prüfung. Die aktuelle Prüffrist beträgt 5 Jahre. Nach ihrem Ablauf muss das Messgerät erneut geprüft oder durch ein neues ersetzt werden. Ohne gültige Prüfung sollte das Messgerät nicht für die Abrechnung des Wärmeverbrauchs verwendet werden.

Darf der WEG-Verwalter selbst Eingriffe an Wärmezählern vornehmen?

Der Verwalter darf nur eine routinemäßige Sichtprüfung, die Kontrolle des Displays oder der Ablesewerte durchführen. Jeglicher Eingriff in plombierte Teile des Messgeräts darf nur von einem berechtigten Service- oder metrologischen Unternehmen vorgenommen werden. Unsachgemäße Handhabung kann sowohl die Messgenauigkeit als auch die Gültigkeit der Prüfung beeinträchtigen. Nach einem Serviceeingriff sollte immer ein Serviceprotokoll ausgestellt werden.

Was bedeutet die MID-Kennzeichnung auf einem Wärmezähler?

MID ist eine europäische Richtlinie für Messgeräte, die Anforderungen an die Genauigkeit und Konstruktion von Messgeräten festlegt. Die MID-Kennzeichnung bestätigt, dass das Messgerät die europäischen Voraussetzungen für das Inverkehrbringen erfüllt. Sie ersetzt jedoch nicht die regelmäßige metrologische Prüfung. Für die rechtmäßige Verwendung bei der Kostenverteilung muss das Messgerät außerdem über eine gültige Prüfung nach tschechischer Gesetzgebung verfügen.